Zion NP | 2. – 4.9.2011


Und es hat funktioniert. Zwar haben wir noch immer keinen Natelempfang (also diejenigen, die auf eine Antwort warten – besser eine Mail schreiben :-)) aber wir haben immerhin Internet und so können wir bei angenehmen 25 Grad auch in der Nacht noch draussen sitzen und bei Kerzenschein und einem Glas Wein die neusten Fotos und Berichte hochladen. Ihr sieht uns geht es sehr gut. Wir geniessen das Leben im Camper richtig. Der Gedanke, dass wir genau heute in einem Monat wieder arbeiten gehen müssen, sagt uns, dass wir schon bald am Ende unserer tollen Reise sind. Aber bis dahin geniessen wir noch jeden Augenblick.
Nachdem wir gestern über 400 Kilometer (ich bin ca. 200 Meter gefahren und Adi die restlichen 399.8 km :-)) sind, sind wir nun im Zion NP angekommen. Wir haben hier einen schönen Campingplatz mit Pool. Da wir zum Schluss noch 1600 Kilometer vom Yellowstone bis nach San Francisco fahren müssen, muss ich mich langsam mit dem Riesending anfreunden, da wir dort fast abwechseln müssen mit fahren. Doch schon bei den 200 Meter Probefahren, hatte ich kein gutes Gefühl. Naja habe ja noch ein paar Tage Zeit dafür. Hier auf dem Campingplatz treffen sich wohl die Reichen mit den grössten Campern respktive Cars. Es ist ein richtiges Showlaufen und Adrian ist fast ein bisschen neidisch auf die riesen Cars vis-a-vis. Und jeder hat natürlich noch seperat seinen Pickup dabei, welche sich in der Grösse auch alle konkurenzieren. Nachdem wir also hier angekommen sind und den späten Nachmittag draussen verbrachten, konnten wir dem Showlaufen zuschauen und uns beeindrucken lassen.
Und am Abend hatten wir ein Riesensteak auf dem Grill. Beim 4. Anlauf hat es nun geklappt Fleisch und Kohle waren super!

Da der Camping-Shuttlebus von hier nur 1x pro Tag in den Nationalpark hinein fährt, haben wir uns entschieden mit dem Camper in den Zion NP zu fahren, der 13 Meilen von hier entfert ist.
Eigentlich kann man in diesem Park nicht falsch fahren, doch wir haben es geschafft :-). Aber war nicht so schlimm, beim 2. Anlauf fanden wir einen inoffiziellen Parkplatz und konnten dort auf den Park-Shuttlebus umsteigen. Wir hofften einfach, dass der Camper nicht abgeschleppt wird, weil es kein offizieller Parkplatz war. Und ich Dummerchen hatte natürlich alles im Camper gelassen inklusive Pass und Geld…
Unser heutiges Ziel war der Landing Angel Trail. Dies ist eine 3 Stündige Wanderung mit 450 Höhenmetern. Hier war mal der Vorteil, dass der Aufstieg zuerst kam und der Rückweg abwärts ging. Zum Glück waren wir relativ früh dran, so hatten wir noch viel Schatten beim Aufstieg. Bei den letzten 800 Metern ging es über die Felsen steil den Hügel hinauf. Da ich leider wieder etwas bammel in den Beinen hatte, entschied ich mich, beim Zwischenplateau zu warten. Adrian stieg bis zum Gipfel und hatte anscheinend eine herrliche Aussicht. Nachdem ich die Bilder gesehen hatte, war ich froh, dass ich nicht mitging. Denn zum Teil war das Weglein nur gerade 50cm breit, rechts hatte es eine kleine Leine zum halten und es ging links und rechts einfach nur das Loch runter. Mir wurde schon fast übel, als ich nur nach oben schaute. Und ich war auch froh, als Adi wieder heil runter kam.
Im Shuttlebus zurück zum Camper, bot mir doch tatsächlich ein etwa 18-jähriger seinen Sitz an, damit ich nicht stehen muss. Eieieiei bin ich schon so alt? Adrian meinte, dass sei, weil ich so schwanger aussehe, wegen meinem Bäuchlein. Ist dass nicht frech? 🙂 Dabei setzt es also bei ihm auch langsam an… :-). Wir einigten uns darauf, dass der Junge einfach ein Gentleman ist und ich weder alt noch schwanger aussehe, was ich also auch nicht bin :-)…
Der Camper war zum Glück auch noch an seinem Ort, wo wir ihn hingestellt hatten. So stand einem gemütlichen Nachmittag mit lesen (und heulen, weil das Buch so herzzerreissend ist) und Abkühlung im Pool nichts im Wege.
Morgen geht es Richtung Bryce Canyon und dann weiter zum Glen Canyon. Bis bald und liebe Grüsse in die Schweiz.

Anzahl Reisetage: 2

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