Westküste und Death Valley | 20. – 25.08.2011


20. August Santa Cruz – Ventura
Heute sind wir die schönsten 100 Meilen vom Highway #1 gefahren. Da wir immer wieder Stops gemacht haben, dauerte die ganze Strecke etwas länger als angenommen. Aber es hat sich gelohnt. So haben wir zum Beispiel in Carmel gesehen, wie es in der High Society Welt so zu und her geht. So viele Ferraris auf einem Haufen haben wir noch nie gesehen. Da wir aber nicht in diese Welt gehören, blieb es auch bein einem kleinen Zwischenhalt. Bis nach San Simeon war die Strecke sehr schön, doch leider war das Wetter etwas grau. Bei einem Zwischenstop sahen wir Riesige Seelöwen. Echt Riesen Viecher. Und am liebsten hätte ich für 2 Stunden mit ihnen getauscht, denn sie lagen einfach faul im Sand herum :-).
Zum Nachtessen gab es ein leckeres Steak in Santa Barbara. Zum Glück hatten wir bereits am Vortag die Unterkunft für heute gebucht (in Ventura). Den obwohl es ein so grosses Angebot an Betten hat, ist alles total ausgebucht.


21. August Ventura – Santa Monica (Los Angeles)

Nachdem die vorherigen Tage mit viel Autofahren verbunden waren, hatten wir heute einen relativ easy Tag. In Malibu mussten wir natürlich einen halt machen um etwas Baywatch feeling zu schnuppern :-). Doch wir vermissten die schönen Badenixen und die durchtrainierten Liveguards. In der Hoffnung etwas Promi-Seeing zu machen, führte unser Weg nach Hollywood über Beverly Hills. Die Einfahrten der Villen liessen erahnen, was für gigantische Häuser hinter den Bäumen stecken müssen. Wer weiss, vielleicht haben wir in Vegas etwas Spielglück, dann werden wir uns vielleicht eine solche Villa kaufen. Wobei die Strandvillen in Malibu wären also auch noch ganz hübsch…
Promis haben wir auf alle Fälle keine gesehen, zumindest nicht solche, die wir kennen. In Hollywood hatten wir zwei Ziele: 1. die Fuss- und Händeabdrücke zu sehen, die wir beim letzten mal vor einer Woche verpasst haben und 2. unserem Navi-Verkäufer die Leviten zu lesen. Es funktioniert zwar wunderbar, aber er hat uns angelogen, in dem er gesagt hat, dass es neu sei. Beim registrieren hatte Adrian bemerkt, dass es bereits 2010 registriert wurde. Wir hatten zwar eh keine Chance, da der Verkäufer uns weder Quittung noch Verpackung mitgab, aber es ging uns einfach ums Prinzip, dass wir uns nicht einfach dem Stempel “bloody tourists” aufdrücken lassen wollten. Da ich Adrian nicht rasten sehen wollte, verweilte ich mich im Souvenirshop neben an :-).
Als Adrian in den Laden kam, sagte ein Kunde zu ihm, der bereits mit dem indischen Verkäufer am diskutieren war, dass er den Laden lieber verlassen solle, denn der Verkäufer sei ein “Bschisser”. Adrian sagte nur, dass er das bereits weiss und wartete bis der Verkäufer ihm seine Aufmerksamkeit schenkte. Der Verkäufer war froh, dass Adrian kam, denn so konnte er den anderen wütende Kunde links liegen lassen. Doch schnell erinnerte sich der Verkäufer an Adrian und meinte nur, dass wir einen ausgedruckten Beweis mitbringen sollen, was zeigt, dass das Gerät bereits registriert ist. Aber wie soll das gehen. Einen Drucker hatten wir nicht dabei. Und auch wenn, wir hatten keinen Beleg. Als ihn Adrian als “Cheater” beschimpfte, sagte er nur, er soll ihn nicht Bescheisser nennen, sonst werde er wütend… Adrian lies es dann gut sein und wir setzten uns in den nächsten Hog-Dog Laden daneben. Es ging nicht lange, da kam die Polizei mit vier Mann und betragt den kleinen Electronic Laden. Der andere Kunde, der so wütend war und ebenfalls beschissen wurde, war immer noch am diskutieren. Nach ca. 10 Minuten kam dann der Kunde mit der Polizei wieder raus. Wir fragten noch kurz, was genau war und offensichtlich hat der Verkäufer die Polizei gerufen. Die Polizei sollte also schlichten, da er nicht so schnell aufgab. Doch auch diese meinten, dass er keine Chance hat, das Geld zurück zu bekommen, weil er seine Unterschrift gegeben hat. Naja es wahr uns auf alle Fälle eine Lektion und wir wissen nun, dass wir in so kleinen Elektronik-Shops auch in den USA nicht einkaufen dürfen. Aber es ist ja schon Zufall, dass genau zwei unzufriedene Kunden genau in der gleichen Stunde vorbei gehen. Oder vielleicht passiert das alle Tage :-). Die meisten Touristen ziehen ja auch weiter, und kommen nicht zurück.
Anyway, wir ärgern uns nun nicht mehr darüber und freuen uns, wenn das Navi bis Ende September durchhält :-).
Am Nachmittag trafen wir nach knapp 1000 gefahrenen Meilen in Santa Monica ein. Von unserer Bed&Breakfast Unterkunft waren wir von Anfang an total begeistert. Ein Häuschen mit 14 Zimmern, alles total niedlich eingerichtet und familiär gehalten. Nach dem kleinen Rundgang und dem einrichten des Zimmers, machten wir uns noch kurz zum Strand. Doch der Wind war richtig kalt, so dass wir es nicht lange aushielten. Nach dem offerierten Apero, genossen es wir noch ein paar Minuten im Whirlpool. So lässt es sichs richtig gut leben und so fühlt es sich auch an wie Flitterwochen :-).
Zur Abwechslung entschieden wir uns heute für einen Italiener. Gemäss Tripadvisor ist es der beste in Santa Monica, also probierten wir natürlich diesen aus. Die Portionen waren riesig. Obwohl ich nur eine kleine Portion bestellt hatte, konnte ich nicht alles essen (und das passiert also nicht oft bei Pasta).

22. August Santa Monica
Nach einem super Frühstück nahmen wir die von der Unterkunft zur Verfügung gestellten Fahrräder und machten uns entlang dem Strandweg in den Süden. Die Strände sind super schön und überall stehen Baywatch-Häuschen. Nur ist das Wasser leider so saukalt und es gibt immer wieder Abschnitte, welche mit Algen übersäht sind. Unsere Drahtesel waren relativ rudimentär, so kamen wir nicht so schnell vorwärts wie gewünscht. Aber mit nur einem Gang und Rücktritt-Bremse haben wir, glauben wir zumindest, doch eine gute Leistung an den Tag gelegt (50km). Einen Zwischenstop legten wir natürlich beim viel berüchtigten Venice Beach ein. Und er war genau so, wie das immer im Fernsehen zu sehen ist. Dort trifft sich jeder für alles. Die dunkle Seite hingegen ist auch allzugut zu sehen. So treffen sich am Strand viele Obdachlose, denn dort hat es wenigstens viele Toiletten und Duschen.
Natürlich gönnten wir uns auch noch einige Stunden am Strand. Doch so gegen 16 Uhr kam der kalte Wind wieder auf und wir machten uns an die letzten fünf Meilen. Unsere Hintern taten schon sehr weh (irgendwie erinnerten wir uns an das Pferdereiten in der Mongolei) und vorwärts kamen wir auch kaum. Aber die Stärkung war in Reichweite und so nutzten wir natürlich den Apero vom Hause wieder voll aus, bevor wir dann zum Nachtessen gingen. Unser ausgesuchtes Restaurant hatte leider geschlossen, so nahmen wir halt das nächste Steakhouse. Und obwohl sich der Hunger sehr in Grenzen hielt, entschieden wir uns für ein Chateaubriand. Es war gar nicht schlecht, eine feine Sauce vermissten wir allerdings, so mussten wir uns mit Ketchup begnügen.

23. August Santa Monica – Death Valley
Die Vorfreude auf das Death Valley hielt sich in Grenzen (zumindest bei mir). Denn ich war der festen Überzeugung, dass wir uns bei der Unterkunftauswahl vor einem halben Jahr für die teurere Variante entschieden haben, die einen Pool hatte. Aber beim checken unserer Unterlagen mussten wir feststellen, dass dem nicht so war. Wir hatten eine Unterkunft gebucht, die etwa 60 Meilen vom Zentrum entfert war und die Berichte im Tripadvisor waren zum Teil Haarsträubend. Aber das “schlimmste”: es hat keinen Pool.
Nach gut 3.5 Stunden Fahrt kamen wir also bei unserer Unterkunft an, welche natürlich nicht der Luxus ist, aber dennoch ganz ok. Dummerweise haben wir hier einen gröberen Planungsfehler begangen und haben drei Nächte gebucht. Doch wir merkten schnell, dass wir bei dieser Hitze kaum was unternehmen können und da es keinen Pool hat, könnten wir nicht mal gross einfach rumhängen. Leider konnten wir die letzte Nacht nicht mehr stornieren, so bezahlten wir halt die drei Nächte, aber in der Zwischenzeit checkten wir bereits die Hotelverfügbarkeit in Las Vegas über die Sateliten-Internetverbindung. Da wir zu weit weg vom Zentrum im Death Valley sind, schlugen wir den Nachmittag mit surfen tod. So haben wir die Badeferien-Angebote gecheckt, die vielleicht am Schluss dann doch noch sein müssen… :-).
Da unsere “Oase” aus einer Tankstelle, einem Restaurant und einigen Kabäuschen besteht, hatten wir keine Wahl um Essen zu gehen. Das Restaurant war aber ganz nett und wir lernten noch ein Schweizer Pärchen kennen, mit welchen wir einen gemütlichen Abend verbrachten. In der Zwischenzeit wurde es stockdunkel und wir hatten einen wunderschönen Blick zum Sternenhimmel. Die Temperatur war immer noch bei ca. 38 Grad.

Anzahl Reisetage: 6

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